Das katathyme Bilderleben hilft dem Patienten in einen Tagtraum-ähnlichen Zustand zu gelangen, um somit das Unterbewusstsein und seine Themen an die Oberfläche zu bringen.
Anders wie bei der Hypnose werden keine Dinge suggeriert, sondern der Patient sieht innere Bilder seines Unterbewusstseins und beschreibt diese aktiv.
Es kann helfen unbewusste Konflikte zu erkennen, Gefühle besser einzuordnen und zu verstehen, Lösungswege zu entwickeln, Belastungen zu lösen.
Patienten nutzen diese Methode um das Verborgene an die Oberfläche zu bringen.
Wie läuft das Verfahren ab?
- Der Patient wird in einen entspannten Zustand geführt.
- Der Therapeut gibt ein Bildmotiv vor, z. B.:
- eine Wieseeinen Bergein Haus
- einen Bach oder Wald
- Der Patient beschreibt die Bilder, Gedanken und Gefühle, die spontan entstehen.
- Der Therapeut begleitet den Prozess mit Fragen und unterstützt dabei, die Bedeutung der Bilder für die persönliche Lebenssituation zu erkennen. Anschließend werden die Erlebnisse gemeinsam besprochen.
Grundannahme
Das Verfahren geht davon aus, dass innere Bilder eng mit unseren Emotionen und unbewussten Konflikten verbunden sind. Deshalb können sie Hinweise auf persönliche Bedürfnisse, Ängste oder ungelöste Probleme geben. Das Wort „katathym“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „von Gefühlen bestimmt“.
Ziele des Katathymen Bilderlebens
- unbewusste Konflikte erkennen
- Gefühle besser verstehen und verarbeiten
- Selbstwahrnehmung fördern
- neue Lösungswege entwickeln
- psychische Beschwerden lindern
Anwendungsgebiete
Das Katathyme Bilderleben wird unter anderem eingesetzt bei:
- Angststörungen
- Depressionen
- psychosomatischen Beschwerden
- Belastungs- und Beziehungskonflikten
- Problemen der Persönlichkeitsentwicklung
